Schloss Steinheim

Schloss Steinheim Nach Oben

Besondere Kennzeichen: Weiß, rund, mit Bogenfries, steinernen Türmchen am Zinnenkranz und einem steinernen Helm – unübersehbar ragt der geschlossene Bergfried des Schlosses Steinheim über die Altstadt des Hanauer Stadtteils. Und er könnte viel erzählen von der wechselvollen Vergangenheit des Gemäuers am Main. Erstmals ist die Burg 1222 als „castrum Steinheim“ erwähnt. Damals befand sie sich im Besitz der begüterten Herren von Eppstein, die sich bis zum Ende des 12. Jahrhunderts „von Hainhausen“ nannten.
Zerstört und verpfändet
Um 1300 nahm Landvogt Ulrich I. von Hanau die Burg ein und zerstörte sie teilweise. Anlass war eine Fehde zwischen König Albrecht I. und dem Mainzer Erzbischof Gerhard II. von Eppstein. Die Besitzer ließen sie wohl recht schnell wieder instand setzen. 1320 erhielt die Siedlung Steinheim das Stadtrecht, von 1358 an hatten die Eppsteiner das Recht, am Main Zölle zu erheben.
Etwas später zwangen vermutlich finanzielle Schwierigkeiten die Eppsteiner, ihre Burg zu verpfänden – und zwar zu gleichen Teilen an die Grafen von Katzenelnbogen und die Herren von Hanau. 1393 gelangte sie insgesamt als Pfandschaft an die Herren von Cronberg. 1425 schließlich verkaufte Gottfried VII. von Eppstein das Schloss mitsamt der Stadt und dem Amt Steinheim für 38.000 rheinische Gulden an das Erzbistum Mainz, bei dem es bis Anfang es 19. Jahrhunderts verblieb. Die Mainzer Erzbischöfe nutzten das Schloss als Residenz, wohl häufiger auf der Durchreise zu den Besitzungen im Maingebiet.
Imposantes Schloss
Die neuen Besitzer bauten die Burg zu einer imposanten schlossartigen Anlage aus. Um 1799 ließen sie große Teile abtragen, um die Burg zu modernisieren. Darunter das Fachwerkobergeschoss des Hauptgebäudes, sowie die ehemalige Ringmauer im heutigen Burghof. Der zeitgemäße Neubau konnte aber nicht mehr realisiert werden, da die Kirche durch die Säkularisation 1802 ihre Hoheits- und Eigentumsrechte verlor. Steinheim wurde Teil des Großherzogtums Hessen-Darmstadt. Kleinere Umbauten im klassizistischen Stil wurden in Auftrag gegeben und gaben dem Bauwerk auf der dem Main zugewandten Seite sein "schlossartigeres" Aussehen.
Museum
Die Herrschaften bewohnten das Schloss allerdings nur sporadisch bis 1813. Danach diente es wechselnden Nutzern. 1978 verkaufte das Land Hessen die Gebäude an die Stadt Hanau. Nach der Renovierung und Neukonzeption wurde 1986 das heutige Museum für Epochale Vor -und Frühgeschichte eröffnet. Weitere Räume des Museums sind der wechselhaften Geschichte der ehemals stattlichen Burganlage sowie der Stadtgeschichte Steinheims gewidmet. Ein herausragendes Schauobjekt ist das Stadtmodell, das den heutigen Hanauer Stadtteil Steinheim um 1560 zeigt.

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